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Wer mich kennt der weiß, dass ich Kinder liebe. Diese kleinen putzigen Dinger mit ihren kleinen tapsigen Gliedmaßen, deren Anblick jedes kinderliebende Herz (wie meins) dahin schmelzen lässt. Und oft bieten diese kleinen süßen Bälger genügend Gesprächsstoff, um abendfüllende Gespräche über sie führen zu können. Dabei wird dann jede neu erworbene Fähigkeit, die das Kind mit zunehmenden Alter zustande bringt frenetisch umjubelt, als wäre Deutschland im Juni 2006 doch ins Finale gekommen.
Ich finde es auch einfach nur schön, wenn Menschen, die sich eher als Ausgeburt Satans (auf ihre Boshaftigkeit bezogen) offenbart haben nach der Geburt ihres Frischlings von einer Sekunde auf die andere beginnen in Babysprache zu sprechen. Welches Enzym oder Hormon ist eigentlich für das Phänomen "Babysprache" verantwortlich? Wurde das jemals wissenschaftlich erforscht? Würde mich ja schon interessieren.
Abgesehen von den unzähligen Vorteilen des Besitzes eines Kindes, muss ich doch (kritisch wie ich nun mal bin) feststellen, dass es auch einige wenige Nachteile gibt, die das gebären eines Säuglings mit sich bringen.
Ich weiß ja nicht, inwiefern ihr diese tolle Sendung auf RTL "Die Supernanny" kennt. Nicht, dass ich regelmäßiger Zuschauer wäre aber wenn ich ab und an beim Durchzappen auf dieser Sendung hängen bleibe bin ich doch oft fasziniert davon, wie diese zuckersüßen Schnuten innerhalb kürzester Zeit zu absoluten Monstern mutieren. Die Sendung präsentiert dann diese kleinen Biester auf dem Höhepunkt ihre böswilligen Karriere als Elternhasser.
Vor allem, welch einen entzückenden Wortschatz die Kleinen haben. Das sind meistens Ausdrücke, die ich nicht mal in meine kühnsten Träumen zu meinen schlimmsten Feind sagen würde. Die Zuckerschnuten sagen dies zu ihrer Mutter! Erst letztens gab es die Situation, wo die Mutter den kleinen Sonnenschein bat, sich an den Tisch zu setzen und dieser darauf erwiderte: "Du hast ja wohl n Arsch offen du dumme... piiieeep!" Der schnucklige Bub war vielleicht grad mal 7 Jahre alt oder so.
Also ich will ja irgendwann auch mal Kinder haben. Am liebsten hätte ich gleich 4 Stück. 3 Jungen und 1 Mädchen, wer da meine Traumkombination. Die Namen habe ich auch schon parat, unter anderem habe ich sie mir aus der Sendung der Supernanny abgeschaut. Und zwar würden sie dann wie folgt heißen: Kevin, Schastin, Scheremi und Prittnee.
Jetzt mag sich der ein oder andere fragen, "dass sind aber ziemlich eigenartige Namen". Sind es nicht! Es sind die absoluten Trendnamen unserer Zeit bei sozialschwachen Familien der Unterschicht. Geht mal ins Märkische Viertel oder nach Marzahn, dort heißt jeder 6-jährige Bälger entweder Kevin, Schastin (Justin), Scheremi (Jeremy) oder Prittnee (Britney). Denn die Eltern dieser Kinder haben meistens einen Hauptschulabschluss, haben sich mit 16 Jahren schwängern lassen, haben dann meistens 3 bis 6 Kinder geworfen, leben von Sozilahilfe, Elterngeld und Hartz 4 und verbringen den halben Tag unten auf dem Spielplatz vorm Block mit all den anderen gescheiterten Müttern, die bereits mit 10 Jahren das erste mal Geschlechtsverkehr hatten, mit 12 schon alle Drogen- und Alkoholsorten ausprobiert hatten, mit 13 zwei Entzugstherapien sponsored by the Sozialamt hinter sich haben, mit 15 ein Jahr Jugendknast abgesessen haben und sich letztendlich mit 16 Jahren von einem türkischen Mitbürger haben schwängern lassen, der sich natürlich nach der "Nacht der Zeugung des Wunderkinds" aus dem Staub gemacht hat, um die nächste zu beglücken.
"Schastin, komm da runter, ick hab jesacht du sollst da runterkommen mein Freundchäeen. Schastin!"
"Scheremi, ick scheur dir gleich ene wenn du nicht spurst!"
"Prittnee, hör auf damit, Fräulein!" Prittneeeeee!!!
Das sind so auszugsweise die meist formulierten Sätze, die von den Müttern dieser bemitleidenswerten Kinder rauskommt. Vor allem suche sie sich Namen wie Justin und Britney aus, weil Sie ihre Kinder nach ihren Lieblingskünstlern aus dem Fernsehen benennen ohne sie selber überhaupt aussprechen zu können, herrlich! Das schlimme ist, dass die Kinder dieser Eltern dann irgendwann genauso werden, eine Nachgeburt des Grauens. Das sind die zukünftigen Gangster und Dealer unserer Generation, die da heranwächst! Und sie werden dann auch ihre Kinder Scheremi und Kevin nennen. Ein Teufelskreis, der kein Ende findet.
Die Kinder, die ihre Mutter als "....piieeep" beschimpfen scheinen alle auf antiautoritäre Art und Weise erzogen worden zu sein. Dass diese Form der Erziehung einfach nur scheitern kann, mussten selbst die Verfechter dieser Erziehungsmethode zugeben. Wobei man ja auch davon ausgehen kann, dass die "Vera macht Mittag" und "Richterin Barbara Salesch"-Muttergeneration, die ihre Kinder Kevin und Schastin nennt, wohl eher damit beschäftigt ist Korn und Bier zu besorgen, um sich dann mit ihrem neuen Macker einen schönen "Talkshow" Vormittag zu machen, als sich um ihre Kinder zu kümmern.
Zum Thema antiautoritäre Erziehung möchte ich noch was lustiges anführen. Anke Engelke hat in ihrer Ladykrachershow mal so eine Pseudoalternative Studentin mit Rasterlocken imitiert, die sagte:
"Also ich will meine Kinder dann antiautoritär erziehen. Die sollen schon selber sehen und erfahren was gut ist und sich selbstständig entfalten. Und wenn sie dann trotzdem nicht auf mich hören, kann ich ihnen ja immer noch eine scheuern."
Denkt an diesen Artikel, wenn euch das nächste Mal ein kleiner Kevin entgegenkommt und euch den Stinkefinger zeigt